Die „Teichleute“ pflegen mit Herzblut


Aus Spaß wird Ernst, sagt Dieter Rüter, Cheforganisator aus den Reihen der Teichleute. Die Teichleute, so nennt sich die Gruppe, die sich ehrenamtlich um die Erhaltung der guten Wasserqualität von Reimlers Teich kümmert. 

„Wir müssen das Laub aus dem Teich holen, sonst verschlammt der Teich durch den massiven Laubeinfall der umstehenden Bäume wieder“, sagten sich die Teichfreunde und aus dem spaßigen Spruch wurde dann sehr schnell Ernst.

Denn die ehrenamtlichen Helfer, die sich alle untereinander kennen, gründeten eine WhatsApp-Gruppe und begannen, in Absprache mit der Baubetriebshofleiterin Dagmar Meinert und dem Ortsvorsteher Hermann Buhrmester, die Laubentfernung. Im Laufe der Zeit findet jeder der Teichleute Gefallen daran und sie leisten einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl und für den Erhalt dieses Projektes.

Durch eine 100-prozentige Förderung durch das Land NRW war die Renaturierung von Reimlers Teich im Jahr 2021 möglich und so entstand ein Lebensraum für Amphibien und Insekten.
Das Projekt wurde im August 2021 vollendet. Im Oktober vergangenen Jahres kam zur Wiedereröffnung  die damals amtierende NRW-Umweltministerin nach Hille.

Zur weiteren Gestaltung im Zuge der ökologischen Aufwertung, gehören Staudenflächen, ein grünes Klassenzimmer, Stitzbänke und Schautafeln. „Dies ist ein toller neu geschaffener Dorfplatz für Begenungen und ein Ort zum Verweilen und Beobachten, mitten im Herzen von Hille“, so der Ortsvorsteher Hermann Buhrmester.

Damit das so bleibt, investieren die ehrenamtlichen Helfer Zeit in die Pflege des Projektes. Sie kümmern sich darum, dass das Laub aus dem Teich gefischt wird und dass die Wege immer sauber sind. Das machen sie alle aus Überzeugung, denn Ihnen liegt dieses Projekt sehr am Herzen.

„Ich schenke gerne ein wenig Rentnerzeit zur Erhaltung dieses Areals, weil es unseren Ort sehr aufwertet“, so die Worte von Hermann Stübe.

Die anderen Kollegen Burkhard Bracht, Dieter Rüter, Hans-Joachim Squarra, Reinhard Borcherding und Wilhelm Hoppmann sorgen auch für die soziale Kontrolle. „Manche Besucher schmeißen Steine ins Wasser und/oder  hinterlassen ihren Müll neben den Mülleimern, diese sprechen wir freundlich an“, sagt Burkhard Bracht.

Zum Erhalt der Wasserqualität und um ein Umkippen des Teichs zu verhindern, appelliert die Baubetriebshofleiterin Dagmar Meinert erneut an das Verantwortungsbewusstsein von Besuchern der Teichanlage. „Niemand sollte hier seine überzähligen Goldfische und Kois einsetzen. Sie vermehren sich rasend schnell und reichern durch ihre Ausscheidungen den Nährstoffgehalt im Wasser an, was wiederum zu Algenwachstum und Sauerstoffmangel führt. Außerdem verführt der Fischbestand zum Füttern. Der Futtereintrag, meistens Brot, erhöht ebenso den Nährstoffgehalt.

„Die Teichleute“ freuen sich über weitere helfende Hände. Hier kann sich jeder melden, der Lust hat dieses Areal zu pflegen. Vort Ort können die Aktiven einfach angesprochen werden. Dieter Rüter oder Hermann Buhrmester (Ortsvorsteher) stehen gerne zur Verfügung, wenn man mit anpacken möchte. Auch die Gemeinde Hille stellt gerne den Kontakt her.

Quelle: Text + Fotos Gemeinde Hille, 07.05.22