Bürgerbus feiert 15jähriges Jubiläum

    15 Jahre Bürgerbus - Foto: privat
    15 Jahre Bürgerbus - Foto: privat

    Am 1. August 2010 nahm der Bürgerbus in der Gemeinde Hille seinen Betrieb auf und trug seitdem maßgeblich zur Verbesserung der Mobilität in den einzelnen Ortsteilen bei.

    Am Sonntag wurde das 15-jährige Jubiläum an der Eickhorster Mühle gefeiert. Neben zahlreichen Ehrengästen waren auch die Bürgerbusvereine aus Ostwestfalen eingeladen – und erschienen mitsamt ihrer Fahrzeuge. Die Warburger hatten dabei die weiteste Anreise, während die Espelkämper nur einen kurzen Weg zurücklegen mussten.

    Karl-Heinz Haseloh, heutiger erster Vorsitzender und damaliger Initiator der Vereinsgründung in Eickhorst, erinnerte zu Beginn der Veranstaltung an zentrale Meilensteine der vergangenen 15 Jahre. Als bedeutendste Veränderung nannte er die Umstellung auf einen anrufbasierten Fahrbetrieb im Jahr 2023 – der Bus fährt seither nur auf Bestellung. Diese Neuerung wird heute von allen Beteiligten als großer Fortschritt gewertet.

    In ihren Grußworten würdigten Bürgermeister Michael Schweiß, selbst Mitbegründer des Vereins, der stellvertretende Landrat Siegfried Gutsche, Reinhold Rieger vom Vorstand Pro Bürgerbus NRW und Sprecher der ostwestfälischen Bürgerbusvereine, der ehemalige Bundestagsabgeordnete Achim Post sowie Brigitte Rösner als Vertreterin der Fahrgäste besonders das ehrenamtliche Engagement der Fahrerinnen und Fahrer.

    Fünf der aktuell 25 ehrenamtlich Aktiven sind seit der ersten Stunde dabei und wurden für ihre langjährige Mitarbeit mit einer Urkunde des Verbands Pro Bürgerbus NRW und des NRW-Verkehrsministeriums ausgezeichnet: Heinz Gieseking, Peter Alhof, Heinz Kreft, Egon Meier und Karl-Heinz Haseloh.

    In seiner Laudatio würdigte Fahrerkollege Gerd Storck das Team als ein „starkes Wurzelwerk“, das die Entwicklung einer mittlerweile stattlichen „Pflanze“ ermöglicht habe. Zwei Dinge seien dabei stets im Zentrum gestanden: zum einen der starke Gemeinschaftsgeist und die gegenseitige Unterstützung, die eine zuverlässige Einsatzplanung über Monate hinweg ermöglichen. Zum anderen das vertraute Verhältnis zwischen Fahrgästen und Fahrpersonal. Der Bürgerbus sei längst mehr als ein reines Transportmittel – er habe sich zu einer mobilen Begegnungsstätte entwickelt.

    Nach dem offiziellen Teil unternahmen die auswärtigen Gäste eine kleine Rundfahrt, um die Gemeinde Hille näher kennenzulernen. Stationen der Tour waren unter anderem die Eickhorster Mühle, der Mittellandkanal, die Alte Brennerei und die Kapelle in Südhemmern.

    Den Abschluss bildete ein gemeinsames Kaffeetrinken, das von der Mühlengruppe ausgerichtet wurde.

    Quelle (angepasst): Bürgerbus, 08.07.2025