
52. Abschlussfest des Damenfreundschaftsschießen
Minden/Hille ( htj) Zum Abschlussfest des Damenfreundschaftsschießens (DFS) im Schützenkreis Minden hatten sich wieder zahlreiche Schützinnen auf den Weg gemacht, um diese traditionelle Veranstaltung zu feiern. Dieses Fest jährte sich zum 52. Mal. Gastgeber waren die Hiller Schützinnen, die ihr Schützenhaus festlich geschmückt hatten.
Ins Leben gerufen hatte dieses Damenfreundschaftsschießen der damalige Kreisvorsitzende Heinz Wagner im Jahre 1969.
Laut Wagner war es ungerecht, dass der Schießsport nur Männersache war. Die Herren der Schöpfung gingen ihrem Sport nach, tranken anschließend in geselliger Runde noch das eine oder andere Bier, und die Frauen saßen alleine zu Hause. Somit plädierte Wagner dafür, dass der Schießsport auch den Frauen offenstehen sollte. Allerdings mussten sich einige Herren erst an den Anblick von Schützendamen gewöhnen, und bezeichneten diese als „Flintenweiber.“
Eingangs begrüßte die 1. Kreisdamenbeauftragte Anette Lorenz („Zentrum“ Stemmer) Kreisschatzmeisterin Heidrun Kruse-Büsching (Meßlingen)und Kreisschriftführer und Pressewart Heinrich Traue („Zentrum“ Stemmer) als Vertreter des Kreisvorstands.
Lorenz Dank galt den vielen anwesenden Schützinnen, die es sich nicht haben nehmen lassen, der Siegerehrung mit anschließenden tollen mediterranem Buffett beizuwohnen.
Das obligatorische „ostwestfälische Flachgeschenk“ seitens des Vorstands überreichte Heidrun Kruse Büsching.
Seit Schließung der Kampa Halle finden die Wettkämpfe in sechs Runden in den Sommermonaten auf vereinseigenen Schießständen statt. Dazu fuhr man wieder „über die Dörfer,“ wie auch schon zu Anfangszeiten. „Beginn der nächsten Runde ist im März 2026,“ so Anette Lorenz“ ,“ und ich hoffe, bis dahin noch viele weitere Schützinnen motivieren zu können.“ Fast alle Wettkampfstätten sind mit der neusten Technik und Ausstattung versehen. „In all den Jahren,“ so die Kreisdamenleiterin weiter,“ ist uns eins geblieben: Und das zeichnet uns Schützendamen aus: Der sportlich faire und freundschaftliche Umgang untereinander und miteinander. Man geht sich nicht aus dem Weg, sondern auf einander zu. Und dadurch sind viele schießsportliche und private Freundschaften und Kontakte im Schützenkreis Minden entstanden.“
Gedopt wird, wie auch schon in den Jahren zuvor, mit Gummibärchen und weiteren süßen Schleckereien.
„Ich freue mich heute auf einen schönen Abend,“ so Anette Lorenz abschließend,“ mit vielen Anekdoten aus 52 Jahren Damenfreundschaftsschießen.
Vorausgegangen war ein riesiger Applaus für Anette Lorenz die seit 2004 erst als Stellvertreterin, dann als erste Damenbeauftragte das jährliche Damenfreundschaftsschießen und das dazugehörige Abschlussfest organisiert.
Bei der anschließenden Siegerehrung konnten die Hiller Damen Anette Rüter, Bärbel Dymke und Anneliese Schwenker zum wiederholten Male den Mannschaftspokal in Empfang nehmen. 2. Eldagsen I (Silke Büscher, Marion Kleiber, Marion Hendel), 3. Todtenhausen I ( Angela Herzog, Silke Waack, Anni Rathert)
Der im Jahre 1969 von Edeltraud Wagner gestiftete Mannschaftspokal für den 4. Platz, ging an das Team Kerstin Niemann, Bianca Sebening und Marita Makulski vom SV Hahlen.
In der Damenwertung gingen die beiden ersten Plätze an Joana Prieß und Franziska Everding vom „Zentrum“ Stemmer, gefolgt von Larissa Mohazzab-Gräper vom SV Meßlingen. In der Damenklasse Alt waren Anette Rüter und Bärbel Dümke vom gastgebenden Verein Viktoria Hille unschlagbar und siegten vor der Eldagserin Silke Büscher. Der Pokale in der Damenklasse Seniorinnen ging ebenfalls nach Hille. Anneliese Schwenker durfte diesen in Empfang nehmen. Ihr folgen Anni Rathert (Todtenhausen) und Marita Makulski (Hahlen).
Als einzige Freihandschützin war Sonja Grannemann vom Schützenverein „Hubertus“ Nordhemmern am Start und freute sich über den Siegerpokal.
Quelle: H. Traue, 03.11.2025


