An den gedeckten Tischen in der Handwerksscheune saßen Mitglieder und Unterstützer des Heimatvereins, um die erste Stippgrütze in diesem Herbst zu essen. Die Vorbereitung für diesen Abend war wieder auf einigen Schultern verteilt. Die Räume wurden geputzt, draußen wurden die Wege vom Laub befreit, eine Plane wurde an der Hauswand befestigt, damit die Grütze beim Braten nicht an die Wand spritzt. Die benötigten Lebensmittel wurden gekauft und auch der Korn durfte nicht fehlen, damit der „Schwatte“ gekocht werden konnte. Dieses Heißgetränk aus dünnem Kaffee und Korn gehört traditionell zum Stippgrütze-Essen mit dazu. Etwas Besonders ist immer das nach altem Rezept selbstgebackene Weißbrot, das mit selbst gekochter Marmelade als Nachtisch gegessen wurde.
Nach den kulinarischen Genüssen gab es auch etwas zur Erbauung. Herbert Anton trug einen Text über einen Junggesellen vor, der bei seinen Kochversuchen die Rezeptanleitungen ganz wörtlich nahm und jämmerlich scheiterte. Die Vorsitzende Rosi Ullrich hatte einen Text über Senioren und über „Krauses Jubiläumsfeier“ mitgebracht. Danach konnte geklönt werden und alle Neuigkeiten wurden ausgetauscht. Die Handwerksscheune hatte sich wieder als Treffpunkt bewährt. Dieses Stippgrütze-Essen ist ein Dankeschön für die Hilfe und den Arbeitseinsatz der Mitglieder und Freunde des Vereins. Trotzdem ließen es sich einige Mitglieder nicht nehmen, einen Beitrag in die Spendenbox zu geben.
Die letzte Veranstaltung des Heimatvereins findet am Freitag, den 28. November um 17 Uhr im Dorfgarten statt. Bei heimeliger Beleuchtung soll der Advent eingeleitet werden.
Text und Fotos: Rosi Ullrich (05.11.2025)



