Landesminister Oliver Krischer übergibt Zuwendungsbescheid über 312.000 €
Im Heuerlingshaus des Heimatvereins Rothenuffeln übergibt Oliver Krischer den Bescheid mit der Summe von 312.741,51 Euro an den Bürgermeister Andreas Waßmann. Vom 01. April 2026 bis zum 30. Juni 2028 steht das Geld für die ökologische Umgestaltung der Grünanlage zur Verfügung.
Bürgermeister Andreas Waßmann hebt die Bedeutung der Fördermittel hervor und machte deutlich, wie ökologische Zielsetzungen, Biodiversität und eine enge Kooperation mit Kindergarten, Schule und Heimatverein die Kernpunkte des Projekts bilden. Gerade durch das ehrenamtliche Engagement wird sich der NATURKurPARK zu einem Ort der Verbundenheit und des Miteinanders für die Bürger und Bürgerinnen entwickeln. Der Bürgermeister dankt dem Minister für seine persönliches Erscheinen und dankt Katrin Lohmeyer und Daniel Frerk von der Bezirksregierung Detmold, sowie der Bauhofleiterin Dagmar Meinert, die in enger Abstimmung das Projekt entwickelt haben.
Der Umweltminister des Landes NRW würdigt ins besondere das Engagement der Gemeinde Hille. Zitat Umweltminister Oliver Krischer: „Naturschutz fängt direkt vor der eigenen Haustür an. Mit dem Naturkurpark schafft Hille eine grüne Oase, die den Biotopverbund stärkt und die Artenvielfalt mitten im Ort schützt. Solche Flächen sind unverzichtbar: Sie bieten Rückzugsräume für die Tiere und wirken an heißen Tagen durch ihren Kühleffekt wie eine natürliche Klimaanlage für die Menschen. Es ist beeindruckend, mit wie viel Ausdauer Hille seine Grünflächen revitalisiert, um unser Naturerbe in der Region lebendig zu erhalten.“
Sönke Tielbürger, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde, ergänzte die Perspektive aus kommunaler Zusammenarbeit. Die synergetische Verbindung von Unterer Naturschutzbehörde des Kreises Minden-Lübbecke, EFRE-Projekten und weiteren Umweltmaßnahmen stärkt die überregionale Biodiversität und verbessert die Biotopvernetzung. Gerade die kleinen Naturoasen, wie der NATURKurPARK, die sich zwischen den großen Naturschutzgebieten befinden, dienen den Insekten, Amphibien und Tieren einen Lebensraum, um sich auszubreiten. Die Gemeinde traut sich mutig an die komplexen EFRE-Projekte heran, welche weit über die kommunalen Grenzen hinausstrahlen und damit Vorbildfunktion haben. Hille ist in der Landesregierung bekannt, insbesondere durch die Kooperation mit dem zukunftsweisenden Projekt „Modellregion Bastauwiesen“, welches in der Transformation in eine klimaangepasste Zukunft eine zentrale Rolle spielt.
Zur Freude alle präsentierten 40 Kinder der Grundschule „An der Bergkante“ und des Ev. Kindergartens „Hand in Hand“ Lieder, in denen sie für den Schutz der Natur aufrufen– ein symbolischer Moment, der die Mitmachstruktur und die Zukunftsperspektive des Projekts unterstreicht.
Abschließend führt Dagmar Meinert über das Gelände und beschreibt die ökologischen Maßnahmen: die Uferränder werden freigestellt, Kräuterrasenflächen und Blumenwiesen werden angelegt, Stauden und Bäume gepflanzt, Trockenmauern gebaut, Insektenhotels, Balancierhölzer, Stege und Infotafeln aufgestellt, sowie barrierefrei Wege angelegt.
Diese Initiative betont die Bedeutung der Grünen Infrastruktur in NRW und die Rolle kommunaler Kooperationen bei der Umsetzung klima-relevanter Maßnahmen. Das Projekt NaturKurPark Rothenuffeln setzt damit ein sichtbares Zeichen für Biodiversität, Bildung und Gemeinschaftsengagement – ein Schritt hin zu einer lebenswerteren, klimaangepassten und naturnahen Verbundregion.
Quelle: Gemeinde Hille, 12.02.2026




