Mathe hautnah – Talente auf Tour in Münster

    Die Mathe-Olympionikinnen und -Olympioniken aus dem Mühlenkreis erlebten eine Fahrt voller Forschungsgeist, Teamwork und Neugier – denn Mathematik ist mehr als Zahlen und Formeln: Sie ist ein Abenteuer. (Bildquelle: zdi Minden-Lübbecke)
    Die Mathe-Olympionikinnen und -Olympioniken aus dem Mühlenkreis erlebten eine Fahrt voller Forschungsgeist, Teamwork und Neugier – denn Mathematik ist mehr als Zahlen und Formeln: Sie ist ein Abenteuer. (Bildquelle: zdi Minden-Lübbecke)

    Früh am Morgen steigen sie mit gespannter Vorfreude in den Bus: Die besten Mathematik-Talente aus dem Kreis Minden-Lübbecke. Ihr Ziel: das Exzellenzcluster Mathematik in Münster, eines der führenden Forschungszentren für Mathematik in Deutschland. Die Fahrt ist die Belohnung für ihren Erfolg bei der diesjährigen Mathematik-Olympiade und wurde organisiert vom zdi-Zentrum Minden-Lübbecke mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Minden-Lübbecke. Auch Landrat Ali Doğan freut sich über das Engagement: „Fahrten wie diese zeigen, dass Lernen Spaß machen darf – und die Kinder erleben, wofür das, was sie in der Schule lernen, später im echten Leben gebraucht wird. Mit Projekten wie diesem wollen wir Talente fördern und begeistern. Schließlich ist Mathematik ein Schlüssel für viele Berufe der Zukunft.“

    „Ich hätte nie gedacht, dass Forschung so spannend sein kann“, sagt Carl, Sechstklässler aus Lübbecke, als er in einem der lichtdurchfluteten Seminarräume Platz nimmt. „Hier wird Mathe plötzlich lebendig – mit echten Problemen, an denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten.“ „Ich hätte nie gedacht, dass Forschung so lebendig sein kann“, sagt Siebtklässler Noah aus Bad Oeynhausen. „Mathe mit Würfeln und echten Problemen – das ist eine andere Welt!“

    Die Gruppe startet mit drei interaktiven Stationen zu verschiedenen Aspekten der Mathematik. Prof. Dr. Martin Huesmann hält eine spannende Schnuppervorlesung zur Wahrscheinlichkeitstheorie am Beispiel von Münzwürfen und Würfelspielen – ein Einstieg, der abstrakte Konzepte greifbar macht. Mit einem Augenzwinkern lässt er die Teilnehmenden selbst Modelle entwerfen und Wahrscheinlichkeiten berechnen. Er freut sich und lacht, als die Ideen sprudeln. „Mathematik ist eine Sprache“, betont er. „Sie ist streng logisch. Sehr gut, dass ihr aufgepasst habt.“

    Nach dem Kopftraining folgt eine wohlverdiente Pause in der Mensa am Ring. Zwischen Pasta, Pommes und vegetarischen Bowls wird es laut und fröhlich. „Ich finde es total spannend, wo die Studierenden hier jeden Tag essen und lernen“, sagt Ivanka aus Minden, die ebenfalls erfolgreich an der Olympiade teilgenommen hat. „Das Uni-Feeling ist richtig motivierend. Ich könnte mir vorstellen, selbst einmal Mathe zu studieren.“ Nach dem Kopftraining gibt’s Stärkung nach aktuellem Speiseplan des Studierendenwerks Münster. Bei Pasta, Bowls oder vegetarischen Gerichten wird Uni-Leben erlebt. „Hier essen täglich die Studierenden – das motiviert richtig“, findet Olympionikin Esma.

    Für das leibliche Wohl an diesem Tag sowie die Kostenübernahme der Busfahrt ist durch das Sponsoring der Sparkasse Minden-Lübbecke gesorgt.Thomas Beuchel, Vorstandsmitglied der Sparkasse Minden-Lübbecke ist überzeugt: „Mathematik ist weit mehr als Zahlen und Formeln – sie trainiert Neugier, logisches Denken und den Mut, neue Lösungen zu finden. Genau diese Fähigkeiten brauchen wir für die Zukunft. Deshalb unterstützen wir Projekte wie diese sehr gern.“   

    Gestärkt macht sich die Gruppe auf den Weg zum LWL-Museum für Naturkunde, wo Mathematik und Natur Hand in Hand gehen. Zwischen Dinosaurierskeletten und 3D-Planetariumsprojektionen entdecken die Jugendlichen bei einer Rallye die Ausstellung zum Thema Gene und experimentieren im G-lab. „Man sieht hier, dass Mathe wirklich überall steckt – sogar im Erbgut und Sauriern“, meint Nikita, der seine Begeisterung kaum verbergen kann.

    Am Ende des Tages kehren alle müde, aber inspiriert zurück. „Ich fand’s toll, dass wir so viele Seiten der Mathematik entdecken konnten – von der Forschung bis zur Praxis“, sagt Madita, bevor der Bus erst in Rahden und dann in Minden hält.

    Für Frank Lange, Mathelehrer aus dem Mühlenkreis und Unterstützer der Mathematik-Olympiade, ist der Tag die schönste Anerkennung: „Wenn junge Menschen Mathe mit so viel Freude erleben, dann hat sich jede Mühe gelohnt.“ Eine Fahrt voller Forschergeist, Teamwork und Neugier – ein Beweis, dass Mathematik weit mehr ist als Zahlen und Formeln: Sie ist ein Abenteuer.

    Die Mathematik-Olympiade ist ein mehrstufiger Wettbewerb für alle mathematisch interessierten Schülerinnen und Schüler von der 3. bis zur 13. Klassenstufe. Bundesweit knobeln jährlich über 200.000 Olympioniken an den Aufgaben der Schul- und Regionalrunde. Die besten schaffen es zur Landes- oder sogar zur Bundesrunde. Dort winken Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Zur Internationalen Mathematik-Olympiade schicken ca. 100 Staaten jeweils sechs Mathe-Asse als Team.

    Jede Mathematik-Olympiade startet zu Schuljahresbeginn. Die ersten beiden Runden werden an der Schule durchgeführt. Diese muss sich dazu registriert haben. Weitere Infos hält bereit: Katja Hogrewe, zdi Minden-Lübbecke, k.hogrewe@minden-luebbecke.de.

    Quelle: Presseinfo zdi-Zentrum Minden-Lübbecke, 06.02.2026