Trinkwasser-Ampel des WBV „Am Wiehen“ wechselt von Rot zurück auf Grün – Aufruf zum Wassersparen bleibt

    Trinkwasserampel-grün
    Trinkwasserampel-grün

    „Die Entwicklung zeigt: Wenn alle mitziehen, bewirken wir etwas“

    Hille-Südhemmern.- Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) „Am Wiehen“ schaltet seine Trinkwasser-Ampel von Rot zurück auf Grün. Möglich wurde das durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren – allen voran das spürbar veränderte Verbrauchsverhalten der Menschen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne. Auch der Wetterwechsel hin zu kühlem Schauerwetter trug zur Entspannung bei.
    Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: An den Hitzetagen der vergangenen Woche lag die tägliche Abgabemenge bei rund 17.000 Kubikmetern Trinkwasser. Doch jetzt, zum letzten Maiwochenende, entspannte sich die Lage deutlich. Am Sonntag, den 31. Mai 2026 lag die Abgabemenge bei rund 13.000 Kubikmetern – für diese Jahreszeit ein Wert im Normalbereich.


    Warum direkt auf Grün – ohne gelbe Zwischenstufe?
    „Eine gelbe Zwischenstufe wäre jetzt eine Vorsichtsmaßnahme, die die tatsächliche Lage nicht mehr abbildet“, erklärt Verbandsvorsteher Michael Kasche. „Der Trinkwasserverbrauch im Verbandsgebiet ist deutlich zurückgegangen, die Wasserstände in unseren Hochbehältern haben sich erholt – und die Wetterprognose zeigt keine unmittelbar bevorstehende Hitzeperiode. Wenn die Indikatoren so klar im grünen Bereich liegen, halten wir an Einschränkungen keinen Tag länger fest als nötig.“
    Dass die Ampel zuvor auf Rot stand, war dabei genau richtig: „Gerade, weil alle so konsequent mitgezogen haben, konnten wir so schnell wieder auf Grün schalten“, betont Kasche. „Das zeigt, dass unser Ampelsystem funktioniert.“

    Regen zum Sommeranfang half mit
    Auch das Wetter hat seinen Teil zur Entspannung der Lage beigetragen: Die Starkregenereignisse haben den Verbrauch spürbar gesenkt. Der Regen zum Sommeranfang kommt vor allem der Natur zugute – Gärten und Felder müssen deutlich weniger bewässert werden. Das entlastet das Gesamtsystem der Trinkwasserversorgung, denn auch die Bewässerung trägt an heißen Tagen zu Spitzenverbräuchen bei.

    Ein Dank an alle
    „Die Entwicklung zeigt: Wenn alle mitziehen, bewirken wir etwas“, sagt Verbandsvorsteher Michael Kasche. „Die Menschen vor Ort haben ihren Verbrauch wirklich heruntergefahren, unsere Vorlieferanten haben uns mit zusätzlichen Mengen unterstützt und die Medien haben unseren Aufruf zum Wassersparen schnell und verständlich transportiert. Dass wir die rote Phase so zügig hinter uns lassen konnten, ist ein gemeinsames Verdienst – dafür danke ich allen ausdrücklich.“


    Grün bedeutet: keine Einschränkungen – Wasser sparen bleibt dennoch wichtig

    Mit der grünen Ampel gibt es keine besonderen Einschränkungen bei der Trinkwassernutzung mehr. Der WBV „Am Wiehen“ bittet aber weiterhin um einen bewussten Umgang mit der Ressource: dies schont nicht nur das Grundwasser, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Wer frühmorgens gezielt gießt, Regenwasser sammelt, den Pool konsequent abdeckt oder auch im Haushalt Trinkwasser spart, hilft dauerhaft mit. Denn klar ist auch: In Zeiten des Klimawandels werden heiße, trockene Sommer häufiger vorkommen. Sollte die nächste längere Hitzewelle anstehen, kann die Trinkwasser-Ampel auch wieder auf Gelb oder Rot wechseln.


    „Unser Ziel ist, dass die Ampel möglichst lange auf Grün bleibt“, so Kasche. „Das gelingt am besten, wenn wir alle ein Gespür dafür behalten, wie wertvoll unser Trinkwasser ist und Trinkwasser sparen, wo immer es möglich ist.“

    Quelle: WBV am Wiehen, 01.06.2026