Hille-Südhemmern.- Nach der extremen Hitzeperiode entspannt sich die Trinkwasserlage im Verbandsgebiet des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) „Am Wiehen“ langsam. Die tägliche Abgabemenge an die Verbandskommunen Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne ist weiter gesunken: von rund 18,8 Mio. Litern Trinkwasser am Sonntag, den 28. Juni 2026, auf jeweils rund 18,1 Mio. Liter am Montag und Dienstag – und zuletzt auf rund 17,8 Mio. Liter am Donnerstag, den 02. Juli 2026. Dieser Rückgang geht mit kühleren Temperaturen und einigen Schauern einher – und mit dem Wasserspar-Beitrag vieler Menschen im Verbandsgebiet.
Wichtige Schritte, aber das Ziel ist noch nicht erreicht
So erfreulich die Entwicklung ist: Von einer Entwarnung kann noch nicht die Rede sein. Damit sich die Hochbehälterstände wieder vollständig auffüllen und dauerhaft halten lassen, muss die tägliche Abgabemenge noch weiter sinken – auf 16 bis 17 Mio. Liter Trinkwasser am Tag. Dieses Niveau gilt es nicht nur zu erreichen, sondern über den gesamten Sommer hinweg zu halten – und zwar auch im Falle weiterer Hitzeperioden. Einige Zulieferpartner liefern weiterhin Mehrmengen an Trinkwasser an den WBV „Am Wiehen“, wenn auch nicht mehr im Umfang der heißesten Tage.
Ein vorsichtiger Ausblick
Vor diesem Hintergrund wagt der WBV „Am Wiehen“ erstmals in diesem Ausnahmezustand eine vorsichtige Prognose: Sollte sich die Lage weiter stabilisieren, könnte der Ausnahmezustand mit Beginn der NRW-Sommerferien aufgehoben werden. Das ist das nächste Ziel, das jedoch unter ausdrücklichem Vorbehalt ausgesprochen wird. Eine erneute Hitzewelle kann die Lage jederzeit wieder verschärfen.
„In den vergangenen Jahren sind die Abnahmemengen mit Beginn der Sommerferien stets zurückgegangen, da viele Familien in den Urlaub fahren“, so Verbandsvorsteher Michael Kasche. „Diesen Rückenwind erhoffen wir uns auch in diesem Jahr, verlassen können wir uns darauf aber nicht. Entscheidend bleibt, dass wir alle gemeinsam weiter sparsam mit Trinkwasser umgehen – nur so können wir aus dem Ausnahmezustand herauskommen und ihn hoffentlich hinter uns lassen.“ Auch nach einer möglichen Aufhebung des Ausnahmezustands wird die Trinkwasserampel voraussichtlich weiterhin rot anzeigen. Mehr Entspannung lässt die Lage derzeit nicht zu, da viele Versorgungspartner den WBV „Am Wiehen“ in den vergangenen Wochen in außergewöhnlichen Maß unterstützt haben. Nun gilt es auch hier, Sonderbezüge zu reduzieren und vertraglich vereinbarte Jahresmengen an Trinkwasser wieder ins Gleichgewicht zu bringen – als Teil einer verantwortungsvollen, langfristigen Partnerschaft. Der Vorstandskreis tagt weiterhin täglich, um die Lage fortlaufend abzugleichen und zu bewerten. Parallel wird daran gearbeitet, alle Hochbehälter wieder bis zum Maximum aufzufüllen.
Quelle: Presseinformation WBV am Wiehen e.V., 03.07.2026



