Mehrere Faktoren treffen zusammen – WBV bittet um bewussten Umgang mit Trinkwasser | Versorgung ist weiterhin gesichert
Hille-Südhemmern.- Der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ schaltet seine Trinkwasserampel vorsorglich mit sofortiger Wirkung auf Gelb. Die Versorgung der Menschen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne ist weiterhin gesichert. Dennoch bittet der Verband die Bürgerinnen und Bürger, in den kommenden Tagen bewusst mit Trinkwasser umzugehen und größere, vermeidbare Verbräuche möglichst zu reduzieren. Grund für die Gelbschaltung ist das Zusammentreffen mehrerer Faktoren: Beim WBV „Am Wiehen“ läuft die Eigenförderung aufgrund einer technischen Störung zurzeit nicht auf voller Leistung – und ein wichtiger Zulieferer kann aufgrund eigener geplanter Baumaßnahmen vorübergehend kein Wasser liefern. Auch weitere Vorversorger liefern derzeit weniger, auch wenn sie weiterhin nach Kräften unterstützen. Hinzu kommt die angekündigte Hitzeperiode, die erfahrungsgemäß zu höheren Wasserverbräuchen führen wird.
„Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger transparent über die Situation informieren und zur Mithilfe aufrufen“, erklärt Verbandsvorsteher Michael Kasche. „Neben der temporären geringeren Zuliefermenge durch geplante Bauarbeiten eines unserer Partner und den reduzierten Liefermengen weiterer Vorlieferanten gibt es bei uns zurzeit eine Störung in einer Rohwasserleitung, die unsere eigene Förderung in mehreren Brunnenanlagen reduziert. Dadurch steht uns weniger Trinkwasser täglich zur Verfügung. Wir arbeiten intensiv an der Behebung, um die Einschränkung schnellstmöglich zu beseitigen. Bis dahin haben wir jedoch weniger Spielraum als sonst – auch wenn uns unsere Vorlieferanten weiterhin nach Kräften unterstützen. Genau deshalb handeln wir jetzt frühzeitig und rufen zum Wassersparen auf, zumal eine weitere Hitzeperiode angekündigt ist.“
Gelb bedeutet Vorsorge, nicht Knappheit
Die gelbe Ampel bedeutet nicht, dass Trinkwasser knapp geworden ist. Sie ist ein frühzeitiger Aufruf, den Verbrauch auf das notwendige Maß zu beschränken und größere Spitzenverbräuche möglichst zu vermeiden. Für den täglichen Bedarf ändert sich nichts: Trinkwasser steht weiterhin in gewohnter Menge und Qualität fürs Trinken, Kochen, Duschen etc. zur Verfügung.
Es geht um die großen, vermeidbaren Spitzen an heißen Tagen: Verzichtet werden sollte deshalb möglichst auf besonders wasserintensive Nutzungen wie
• die großflächige Bewässerung von Rasenflächen mit Trinkwasser
• das Befüllen von Pools, Zisternen oder anderen Wasserspeichern
• die Reinigung von Fahrzeugen Terrassen oder Fassaden mit Trinkwasser
So lässt sich gut durch die heißen Tage kommen
Alle Haushalte in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne können dazu beitragen, das Versorgungssystem zu entlasten. Wann immer es möglich ist, gilt es, Regenwasser in der Tonne sammeln und zum Gießen nutzen – auch die Beete zu mulchen, trägt dazu bei, dass weniger Wasser verdunstet. Und wenn gegossen wird, dann gezielt an die Wurzel in den frühen Morgen- oder den Abendstunden, statt großflächig im Tagesverlauf. Zudem hilft das Poolabdecken dabei, die Verdunstung und den Nachfüllbedarf bei Pools zu senken. Weitere Wasserspartipps stellt der WBV „Am Wiehen“ auf seiner Webseite bereit: www.wbvamwiehen.de
Wird eine Rotschaltung folgen?
Der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ beobachtet die Entwicklung der Wasserverbräuche, der Wetterlage, der Hochbehälterstände sowie der verfügbaren Förder- und Liefermengen täglich und bewertet beständig die aktuelle Lage. „Wir schalten nur auf Rot, wenn es unvermeidlich ist, die Wasserverbräuche noch stärker zu reduzieren“, betont Michel Kasche. „Im Moment ist Gelb richtig, und wenn sich die Situation bezüglich der Wetterlage, der Zuliefermengen und unserer technischen Einschränkung in der Eigenförderung rasch entspannen sollte, schalten wir die Trinkwasser-Ampel auch wieder auf Grün. Aber generell hilft jeder eingesparte Liter dabei, das Versorgungssystem dauerhaft stabil zu halten.“
Trinkwasser-Ampel im Blick behalten
Stets aktuelle Informationen zur Trinkwasser-Ampel finden die Bürgerinnen und Bürger auf den Internetseiten und Social Media-Kanälen des WBV „Am Wiehen“, der beteiligten Städte und Gemeinden sowie der Stadtwerke Bad Oeynhausen und Löhne.
Quelle: WBV „Am Wiehen“, 16.06.2026



