Gesichter der Sparkasse Minden-Lübbecke

    Vom Azubi zur Strategin: Evelyn Janle berichtet über ihren Karriereweg bei der Sparkasse. Bild: Sparkasse Minden-Lübbecke
    Vom Azubi zur Strategin: Evelyn Janle berichtet über ihren Karriereweg bei der Sparkasse. Bild: Sparkasse Minden-Lübbecke

    Neue Interviewreihe gibt Einblicke hinter die Kulissen

    Was passiert eigentlich hinter den Kulissen der Sparkasse? Hinter jeder Beratung, jeder Entscheidung und jedem Service stehen Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen, Erfahrungen und Perspektiven. Mit der neuen zunächst dreiteiligen Interviewreihe „Gesichter der Sparkasse“ berichten Mitarbeitende der Sparkasse Minden-Lübbecke aus unterschiedlichen Bereichen über ihren beruflichen Weg, ihren Arbeitsalltag und ihre Motivation.


    In Teil 1 erzählt Evelyn Janle von ihrer Ausbildung und dem Start in der Strategischen Unternehmensentwicklung. Im zweiten Teil porträtiert die Sparkasse eine Quereinsteigerin. Im dritten Teil berichtet ein langjähriger Mitarbeiter aus der Führungsebene, warum er sich nicht von der Sparkasse Minden-Lübbecke trennen kann und trotz Rentenalter im Einsatz bleibt.


    „Ich bin offen reingegangen – und habe mehr mitgenommen, als ich erwartet hatte.“

    Evelyn Janle hat vor wenigen Wochen ihre Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse Minden-Lübbecke abgeschlossen und arbeitet heute in der Abteilung Strategische Unternehmensentwicklung. Im Interview erzählt sie, warum sie sich für die Sparkasse entschieden hat, was sie während der Ausbildung überrascht hat – und warum anspruchsvolle Aufgaben kein Grund zur Angst sind.


    Frau Janle, wie sind Sie auf die Sparkasse aufmerksam geworden?
    Ich habe mich einfach mal umgeschaut, was es hier in der Region gibt – einen Job, bei dem ich mit Menschen arbeiten, aber auch viel im Büro sein kann. Die Sparkasse ist mir dann direkt ins Auge gesprungen. Ich bin selbst mit der Sparkasse groß geworden, war bei vielen Veranstaltungen des KnaxKlubs dabei, und meine ganze Familie hat mich da irgendwie mit reingezogen. Das Vorstellungsgespräch war mein erstes überhaupt – und es hat mir so gut gefallen. Vor allem, weil mich auch die im Gespräch beschriebenen Aufgaben gereizt haben. Und ich kann ganz klar sagen: Das war die genau richtige Entscheidung.


    Mit welchen Erwartungen sind Sie in die Ausbildung gestartet?
    Ich bin sehr offen reingegangen. Was mir am meisten gefallen hat: dass es hier auch so viele Auszubildende gibt. Man fängt nicht allein in einem kleinen Betrieb an, sondern mit vielen anderen Auszubildenden in unterschiedlichen Ausbildungsjahrgängen, mit denen man sich sofort austauschen kann. Die einen kommen frisch aus dem Abitur, andere sind schon voll in der Ausbildung und haben schon einige Abteilungen durchlaufen. Dieser direkte Austausch – nicht von Anfang an allein dazusitzen und Fragen stellen zu können –, das hat mir wirklich sehr geholfen. Die Erwartungen, die ich an die Ausbildung hatte, wurden übertroffen. „Das Bankenwesen ist nicht nur Mathe und Rechnen. Dazu gehört viel, viel mehr.“


    Durch welche Abteilungen sind Sie während der Ausbildung gelaufen?
    Alle aufzuzählen wäre schwierig – es sind wirklich so viele. Aber ich finde, das ist auch das Tolle hier: Diese zwei Jahre sind so schnell verflogen, weil man alle paar Wochen neue Eindrücke bekommt, neue Abteilungen kennenlernt und dabei so viele Mitarbeitende trifft. Man weiß am Ende: Wen kann ich wo ansprechen, wen kann ich wann erreichen? Dieser Kontakt und dieses Miteinander haben mir sehr viel Spaß gemacht. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Geschäftsstellen – überall ein anderer Kundenstamm, eine andere Struktur in der Klientel. Und wenn mich Kunden beim nächsten Besuch wiedererkannt haben, war das für mich das schönste Zeichen: Ich konnte helfen, und das hat jemanden beeindruckt.


    Was hat Sie in der Ausbildung am stärksten geprägt?
    Es sind keine konkreten Einzelerlebnisse – es ist eher die Dankbarkeit, die man von Kunden spürt, wenn man wirklich weiterhelfen konnte. Ich mag es nicht, jemanden mit dem Gedanken gehen zu lassen: Es hat nicht geklappt. Ich möchte, dass die Kundin oder der Kunde denkt: Frau Janle hat mir heute weitergeholfen. Das ist für mich das Schönste am Kundenkontakt. Viele ältere Kunden kommen dann sogar noch mal vorbei – ohne konkreten Grund – und bedanken sich einfach. Das ist jedes Mal ein schönes Gefühl.


    Sie arbeiten jetzt in der Strategischen Unternehmensentwicklung. Wie kam es dazu?

    In meinem Abschlussgespräch habe ich gesagt, dass ich wirklich offen bin – und mir auch vorstellen kann, intern zu arbeiten. Auch wenn ich in der Ausbildung vor allem gelernt habe, mit Kunden zu arbeiten. Die Abteilung Strategische Unternehmensentwicklung gab es in ihrer heutigen Form während meiner Ausbildungszeit noch nicht, ich habe sie also selbst nie durchlaufen. Das macht es jetzt aber umso spannender, hier zu arbeiten. Ich kann sagen, dass es die richtige Entscheidung war.


    Wie sehen die typischen Aufgaben aus?
    Es ist sehr vielfältig – und das ist genau das, was mir daran gefällt. Ich übernehme nicht nur organisatorische Aufgaben, sondern auch strategische. Konkret bedeutet das: Vorbereitung und Nachbereitung von Projekten, Terminplanung, Koordination von Projekten, Protokolle prüfen. Einen festen Aufgabenstamm gibt es nicht – es kommt immer darauf an, wie viele Projekte in einer Woche laufen. Manchmal sind es zwei oder drei Projekte gleichzeitig. Diese Vielfalt macht den Job für mich aus. „Meine eigenen Ideen können mit reinfließen – und werden dann auch tatsächlich umgesetzt.“


    Ist das anspruchsvoll – und macht Sie das – immerhin sind Sie noch sehr jung – nervös?

    Im Gegenteil. Genau das macht mir am meisten Spaß: anspruchsvolle Aufgaben, bei denen ich eigene Ideen einbringen kann. Jeden Tag dasselbe zu tun, wäre nichts für mich. Ich mag es, Dinge zu planen und zu koordinieren – und besonders schön ist es, wenn eigene Ideen auch wirklich umgesetzt werden. Und wenn man als frisch ausgebildete Bankkauffrau schon Verantwortung übertragen bekommt, merkt man: Das Lernen hat sich gelohnt.


    Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
    Der Arbeitsbeginn ist klassisch, wie wahrscheinlich bei vielen anderen auch: Ich komme ins Büro, checke meine Mails – und dann folgt der wichtigste Teil: Der Austausch über die vergangenen Tage und Projekte. Wir schauen nicht nur nach vorne, sondern auch zurück: Was hat gut funktioniert, was kann beim nächsten Mal besser werden? Ohne diese Kommunikation können wir gar nicht weiterarbeiten. Wir nehmen uns dafür einmal pro Woche extra Zeit. Ohne zeitlichen Rahmen, sondern so viel, wie es braucht. Mein Eindruck ist, ich melde mich an und bevor ich mich versehe, muss ich mich schon wieder abmelden. Weil der Tag so rasend schnell vergeht.


    Welche Perspektiven bringen junge Mitarbeitende in die Strategiearbeit ein?
    Offenheit, glaube ich. Nicht immer denken: Es war schon immer so. Sondern: Es gibt Möglichkeiten, Dinge zu verändern und zu verbessern. Außerdem kommen wir frisch aus der Ausbildung – ich habe sehr viele Abteilungen erlebt und vieles mitgenommen, was Kolleginnen und Kollegen, die seit Jahren in derselben Abteilung sind, vielleicht nicht mehr so präsent im Blick haben. Ich habe das Gefühl, wir können hier wirklich frischen Wind beisteuern und dass das auch wirklich so gewollt ist.


    Was hat die Sparkasse Ihnen als Person mitgegeben – jenseits des Fachlichen?
    Sehr viel. Zum Beispiel hatte ich anfangs wirklich Angst davor, zu telefonieren. Ich weiß selbst nicht warum. Durch drei Wochen im Kundenservicecenter hat sich das aber komplett verändert. Ich kann mir heute gar nicht mehr vorstellen, dass ich da solche Hemmungen hatte. Der Austausch mit den Kolleginnen, das Beobachten, das Lernen aus Fehlern anderer Azubis – dadurch wurde der große Respekt davor schnell zur Seite geschoben. Und beim Knigge-Workshop haben wir geübt, Präsentationen vor Menschen zu halten, spontan zu sprechen, aus der Perspektive anderer über uns selbst zu reden. Das habe ich vorher noch nie so gemacht – und es hat mich viel selbstbewusster gemacht. „Habt keine Angst davor. Traut euch – und nutzt die Chance, bei der Sparkasse anzufangen.“


    Was würden Sie jungen Menschen raten, die eine Ausbildung in der Finanzwirtschaft erwägen?
    Habt einfach keine Angst davor. Das Bankenwesen ist nicht nur Mathe und Rechnen – dazu gehört viel, viel mehr. Wenn ihr eine tolle Persönlichkeit habt oder gut mit Menschen umgehen könnt, dann nutzt das aus. Nutzt die Chance, mit so vielen Auszubildenden gleichzeitig anzufangen. Die einen lernen das eine schneller, andere das andere. Aber am Ende ist jeder auf demselben Stand, weil sich alle ausgetauscht haben. Und traut euch: Ich arbeite heute in der Strategischen Unternehmensentwicklung – nicht, weil ich das von Anfang an geplant hatte, sondern weil es mir zugetraut wurde, weil ich offen war und mich getraut habe.


    Wie würden Sie die Unternehmenskultur der Sparkasse Minden-Lübbecke in drei Worten beschreiben?
    Offen. Wertschätzend. Nahbar.

    Quelle: Sparkasse Minden-Lübbecke 7/2026