Ute sagt "tschüss"

Zwei Powerfrauen sagen „tschüss“: UTE verabschiedet sich

Jetzt im September wäre traditionell das Jahresprogramm von UTE vorgestellt worden. Aber in diesem Jahr ist es, wie so vieles, anders.

Mit der Frage, die Ruth Graf Ende 2015 Beate Henke stellte: „Warum hat Espelkamp kein Frauennetzwerk?“ fing es an. Beate Henke, bis 2020 Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Espelkamp sagte „Sie rennen offene Türen ein. Wenn sich eine Unternehmerin findet, die ein Netzwerk mit aufbaut, sind wir dabei.“ Und so wurde aus der Frage schnell ein konkreter Plan. Die beiden Powerfrauen planten und organisierten mit viel Engagement und am 7. Februar 2006 erfolgte das erste Treffen. Zur Auftaktveranstaltung kamen über 120 interessierte Frauen und der UnternehmerinnenTreff Espelkamp, kurz UTE, später aufgrund des großen Zuspruchs, UnternehmerinnenTreff Espelkamp, Rahden, Stemwede und Umgebung wurde ins Leben gerufen.

Rückblickend auf 14 Jahre UTE sagen Henke und Graf: „Das sind etwa 150 Veranstaltungen, Vorträge, Workshops und Stammtische, die wir mit viel Herzblut organsiert haben. Teilweise waren die Veranstaltungen so gefragt, dass Wartelisten geführt wurden oder weiteren Gästen abgesagt werden musste.“ Die Vorträge, die nicht nur an Unternehmerinnen gerichtet waren, beinhalteten Themen von Knigge bis hin zu Tipps zur Betriebsführung. Besonders gefreut haben sich die beiden über die anerkennenden Worte von Bürgermeister Vieker im Rahmen eines Schinkenfrühstücks „UTE ist ein Label von Espelkamp“. „Da waren wir schon ein wenig stolz und dachten, dass sich unsere Arbeit und der Aufwand gelohnt haben“.

Pink – das Markenzeichen von UTE. Der Name hat sich in den Jahren schon so eingebürgert, dass Ruth Graf auf den Namen Ute reagiert. „Ruft jemand „Ute“, dann drehe ich mich oftmals schon automatisch um“ sagt sie schmunzelnd.

Die UTE Ära geht nun zu Ende – mit Wehmut und einem stark weinenden Auge. Beate Henke ist seit Juli im Ruhestand. Ruth Graf ist in ihrem Unternehmen (Ruth Graf Büroservice) sehr eingespannt und die Arbeit für UTE ist nicht „mal nebenbei“ zu erledigen. Nachfolgerinnen, die das große Erbe von Beate Henke und Ruth Graf hätten antreten sollen, wurden nicht gefunden. Zwanghaft etwas aufrecht zu erhalten liegt den beiden nicht. „Wir haben einen hohen Anspruch an UTE und geben zu, dass die Fußstapfen, die wir hinterlassen, recht groß sind. Entweder machen wir etwas ganz oder gar nicht. Der Aufwand, UTE zu betreiben ist recht hoch. Angefangen bei den Themen, die in ein Jahresprogramm aufgenommen werden, bis hin zur Organisation im GAZ u.v.m. und somit heißt es: Aufhören, wenn es am Schönsten ist.“ Ruth Graf bleibt in ihrer Person Espelkamp weiterhin verbunden: sie wurde jüngst wieder zur Besitzerin im Stadtmarketingverein Espelkamp gewählt.

Das Corona Jahr 2020 hat den Organisatorinnen leider durch fast alle Veranstaltungen einen Strich gemacht und das schmerzt für das letzte Jahr besonders. Am 21. November heißt es auf Schloss Benkhausen mit einem Vortrag von Beate Recker und einem exklusiven Frühstück für UTE in schöner Atmosphäre „… nun ist Schluss  … auch mit dem Weihnachtstress…“ Eine zeitnahe Anmeldung unter www.ute-web.com ist empfehlenswert.

UTE – unternehmerisch – tolerant – erfolgreich.

Quelle: UTE, 04.09.2020