Freitag, Juni 18, 2021
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Paul Peters arbeitet als Klimaschutzbeauftragter für die Gemeinden Hille und Stemwede

Ungedämmte Außenwände, Fenster mit Einfachglas, Wärme, die einfach verpufft – effektiver Klimaschutz für Gebäude sieht anders aus.

Das gilt nicht nur für Privathäuser, sondern auch für die Immobilien einer Kommune.

Die Gemeinde Hille macht da keine Ausnahme. Zusammen mit der Gemeinde Stemwede hat sie darum kürzlich einen Klimaschutzbeauftragten eingestellt: Paul Peters aus dem Mindener Stadtteil Minderheide. Er wird die energetischen Lecks unter anderem in Schulen, Bürgerhäusern, Kapellen und Sporthallen ausfindig machen und dokumentieren, Sanierungskonzepte erarbeiten und zusammen mit Gemeinderat und Verwaltung nach finanzierbaren Lösungen suchen.

Paul Peters ist vom Fach. Der gelernte Maurer bildete sich zum Hochbautechniker weiter, wurde Energieberater für Wohngebäude und Energieexperte der Deutschen Energieagentur (DENA) und bewarb sich auf die neu geschaffene, vom Bund geförderte Stelle der Gemeinden Hille und Stemwede. Beide Kommunen beteiligen sich nach Auskunft von Sachbereichsleiter Bernd Küchhold am Integrierten Klimaschutzkonzept des Kreises Minden-Lübbecke und stehen vor der Aufgabe, den Maßnahmenkatalog umzusetzen. Dass das nur mit professioneller Hilfe zu schaffen ist, war schnell klar. Und dass es dafür eine 65-prozentige Förderung der Personalkosten für drei Jahre gibt (Förderkennzeichen 03K14877), machte die Entscheidung leicht: Hille und Stemwede teilen sich die Stelle und gaben Paul Peters den Zuschlag, der am 1. März dieses Jahres seinen neuen Job antrat.

Erster Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die energetische Sanierung gemeindeeigener Gebäude und die Suche nach Fördertöpfen. Den Anfang macht der Kern der Verbundschule Hille, jener 1980 errichtete Teil, in dem bis zur Gründung der Gesamtschule 1989 die Hauptschule untergebracht war. Die Außenwände müssen gedämmt, die alten Fenster ausgetauscht werden, das ist schon jetzt klar, aber möglicherweise nicht alles. Zudem wird Paul Peters in seinem Konzept die Größe der Heizungsanlage neu berechnen, denn bei sinkendem Energieverbrauch kann auch die Wärmeproduktion runtergefahren werden. In den nächsten Schritten stehen der Altbestand der Grundschule Oberlübbe (Fenster, Verschattung, Dach) und der Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Grundschule Nordhemmern im Fokus.

Paul Peters‘ Metier ist die Bauphysik mit all ihren Möglichkeiten zur Energieeinsparung, sein Ehrgeiz ist es, besser und effektiver zu bauen und zu sanieren als andere. Auch darum ist der 40Jährige Ansprechpartner für Hausbesitzer*innen, die ihr Eigentum energetisch optimieren möchten.

Er steht als Kontakt für Sanierungsprojekte und Fördermöglichkeiten zur Verfügung, eine individuelle Energieberatung vor Ort werde es aber nicht geben. Weitere Informationen können per E-Mail an p.peters@hille.de angefordert werden.

Den Klimaschutz will Paul Peters nach den Sommerferien verstärkt in die Schulen tragen: Beispielsweise mit Themenvorschlägen für den Unterricht, Bauanleitungen für Insektenhotels oder Hausmeisterschulungen. Hierzu sind Gespräche mit den Schulleitungen geplant. Auch könnte sich der Klimaschutzbeauftragte vorstellen, dass Kinder und Jugendliche zusammen mit dem jeweiligen Ortsvorsteher in ihren Dörfern Bäume pflanzen.

Quelle: Gemeinde Hille, 20.05.2021, Foto: Symbolfoto: Bild von andreas160578, pixabay_2138992


Informationen zum Förderprogramm: Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. Der Link zum Projektträger Jülich www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen.

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