Hille-Südhemmern.- Die Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) „Am Wiehen“ bleibt angespannt. Das kühlere Wetter der letzten Woche allein sorgt hier nicht für Entspannung, der Ausnahmezustand bleibt deshalb vorsorglich bestehen. Am Donnerstag, den 09.07.2026 lag der Verbrauch erneut bei rund 18,4 Millionen Litern Trinkwasser. Das angestrebte Ziel der täglichen Abgabemenge von 16 bis 17 Millionen Litern pro Tag wurde in der letzten Zeit nur einmal erreicht – am Sonntag, den 05.07. mit rund 16,9 Millionen Litern. Für das kommende Wochenende werden wieder steigende Temperaturen erwartet. Der Wasserbeschaffungsverband hat seine Prognosen entsprechend angepasst und geht wieder von höheren Abgabemengen aus – mit der Folge, dass weitere Mehrmengen bei den Zulieferern erfragt werden müssen. Deshalb wird erneut dazu aufgerufen, Trinkwasser nur für die lebensnotwendigen Dinge zu verwenden.
Der Ausbau der Versorgung geht weiter
Der WBV „Am Wiehen“ hat die Trinkwasserversorgung in den vergangenen Jahren mit seinen Verbandskommunen kontinuierlich breiter und stabiler aufgestellt – mit neuen Verbundleitungen in benachbarte Versorgungsgebiete, mit dem Neubau des zentralen Hochbehälters, mit Sanierungsarbeiten innerhalb der eigenen Infrastruktur bis hin zu den angekündigten Brunnenneubauten in Hille und Löhne. An diese Arbeit knüpft ein Treffen in der kommenden Woche an: Die technischen Vertretungen der vier Verbandskommunen und die technische Betriebsführung des WBV „Am Wiehen“ beraten die nächsten Schritte, um die Beschaffung und die Eigenförderung nochmals weiter zu stärken. Dabei wird auch geprüft, welche zusätzlichen Ausbauschritte sich wirtschaftlich darstellen lassen – der WBV „Am Wiehen“ arbeitet ohne Gewinnerzielung und finanziert Investitionen über die Wassergelder.
Bereits sichtbar ist der Fortschritt der Verlegung der Rohwasserleitung in Hille. Diese Baumaßnahme reicht bis ins Wasserwerk in Südhemmern hinein. Die neu verlegten Leitungen sichern einen gezielten, uneingeschränkten Durchfluss und ermöglichen zukünftige Unterhaltungsarbeiten. Das wird sich positiv auf die verfügbare Trinkwassermenge aus der Eigenförderung auswirken.
Der weitere Ausblick
An der bisherigen Linie ändert sich jedoch nichts: Eine Rücknahme des Ausnahmezustands und der damit einhergehenden ordnungsbehördlichen Verordnung nimmt der WBV „Am Wiehen“ weiterhin für den Beginn der Sommerferien ins Visier, da die Verbrauchsmenge zu Ferienzeiten erfahrungsgemäß abnimmt. Doch auch dann wird die Trinkwasserampel voraussichtlich auf ihrer Rotstellung verbleiben, denn auch die angespannte Beschaffungslage wirkt hier noch nach. Der Appell an die Menschen in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne gilt deshalb unverändert weiter: „„Wir verlassen uns nicht auf das Wetter, sondern arbeiten beständig weiter an dauerhaften Lösungen – an mehr Beschaffung und einer guten Eigenförderung“, so Verbandsvorsteher Michael Kasche. „Solange die Lage so angespannt bleibt, sind wir jedoch vorsichtig. Deshalb bitten wir weiterhin dauerhaft darum, jeden nur möglichen Liter Trinkwasser einzusparen.“
Quelle: WBV Am Wiehen, 10.07.2026



